Mobility inspirations ;-)

Verschiedene Fahrraeder fuer verschiedene Transportbeduerfnisse. Ansonsten noch ein paar interessante Links zu den Themen Klima, Energie- und Ressourcensituation sowie unseren Finanz- und Wirtschaftssystem die ich interessant finde.


Mobility

Ich hoffe das die Uebersicht ueber die oben abgebildeten Fahrraeder aufzeigt, das es viele Arten von Raedern gibt - welche fuer die verschiedensten Transportbeduerfnisse optimiert sind.

Im Kontrast zum modernen Pkw kosten Sie wenig in der Anschaffung und haben einen sehr guenstigen Unterhalt. Die Wartung der Raeder ist einfach erlernbar und mit wenig Werkzeug moeglich.

Wer sich hingegen mal ueberlegt wie lange Er oder Sie arbeiten muss um sich ueberhaupt ein Kfz zu leisten - und diese Zeit dann zu den Fahrzeiten addiert, der wird schnell fest stellen, das das Kfz in Summe oft nicht schneller - oder sogar langsamer ist als ein guenstiges Fahrrad. Hier gibt es einen schoenen Artikel und hier eine Rechungsaufstellung zur effektiven Durchschnittsgeschwindigkeit dazu :-)

Wie insbesondere der Kraftfahrzeugverkehr unsere Umwelt, unser Verhalten und Wertesysteme veraendert hat und welche 'Kollateralschaeden' dadurch verursacht wurden und werden zeigt das Buch 'Totalschaden' auf, wobei der geneigte Leser sich nicht durch den Untertitel des Buches irritieren lassen sollte.

Welche absurde Transformation unser 'Mobilitaetsystem' inzwischen eingeschlagen hat - und wie selbstverstaend- lich es inzwischen akzeptiert wird, zeigt auch die Seite Verkehr auf. Der wirklich autonom mobile Mensch wird in unserem heutigen Verkehr der Schnelligkeit teurer technischer Hilfsmittel untergeordnet, auf 'Sonderwege' im 'Seitenbereich' verbannt und in seiner Mobilitaet zusaetzlich durch Ampeln und Gitter beschraenkt.

Faltrad

In Kombination mit der Bahn und dem OePNV ist das Faltrad eine extrem praktische Sache. Mit diesem koennen die ersten- oder letzten 5-10 Km vom Bahnhof zum Ziel einfach und komfortabel zurueck gelegt werden, ohne auf einen Anschlusszug oder Bus zu warten (falls es den in der Flaeche ueberhaupt gibt ;-).

Da das Faltrad Handgepaeck ist kann es jederzeit und ueberall in der Bahn und den oeffentlichen Verkehrsmittel mitgenommen werden.

Dabei muessen heute keine Abstriche mehr im Bezug auf Komfort (Federung), Gepaecktransport (4 Taschen), Schaltung und Uebersetzung (z.B. Rohloff) und Lichtanlage (z.B. Nabendynamo, USB-Lader fuer Smartphone) gemacht werden.

Auch wochenlange (Fern-)Reisen mit Gepaeck, Campingkocher und Zelt sind mit einem Faltrad leicht moeglich - wodurch sich ganz andere Perspektiven bezueglich der Transportmittel, u.a. im schnellen landgebundenem Fernverkehr, ermoeglichen. Das alles hat zwar auch seinen Ressourcenfussabdruck - er ist zumindest weniger schlecht ;-)

Die Beschraenkungen ein Falt- oder Fahrrad nicht als primaeres Verkehrsmittel zu nutzen liegen meinst nur in der Konditionierung und im Kopf - denn noch vor 100 Jahren stellte selbst ein einfaches Fahrrad noch ein Luxus dar. Das inzwischen unsere Gesellschaft Ihre Strukturen an die Kraftfahrzeug gebundene Art der 'Mobilitaet' angepasst hat, kann zwar manchmal laestig sein und als Einschraenkung empfunden werden - stellt aber nur ein unwirkliches (gedachtes) Hindernis dar.

Andere Themen

Unsere heutige Lebensweise unter dem Dogma das alles wachsen muss - steht im Konflikt mit der Umwelt (meint u.a.: Klimawandel), den natuerlichen Ressourcen (meint: Wasser, fruchtbarer Boden, Rohstoffe und fossile Energie), anderen Lebewesen und sogar unseren selbstgeschaffenen Systemen (meint: das Wirtschafts- und Finanzsystem).

Ein schoenes Zitat das aufzeigt auf welchen wackligen Beinen unser System steht ist dieses hier: "But, we can only borrow from the future as long as we believe it is more net energy-rich than today, and as long as that belief is actually justified often enough. Take away either condition and you have problems.". Hier wird auch klar, das das Finanzsystem nur ein Derivat der Master- ressource E(n/x)ergie ist - selber immateriell und zudem auf den zukuenftigen Erwartungen der Mitspieler basierend.

Bis zu diesem unausweichlichen? Systemabbruch wird nach J. Tainter die Komplexitaet unseres Systems erhoeht um quasi vor den alten Problemen wegzulaufen, bis der Grenznutzen erreicht ist und dann negativ wird - also die neuen (hochkomplexen) Massnahmen mehr (energetischen) Aufwand bedeuten als das Sie Nutzen bringen und die Ressourcenbasis erodieren ('Deminishing returns to increasing complexity'). Die Frage ist: Muss das System unweigerlich bzw. unkontrolliert kollabieren? Wie viel Gestaltungsspielraum gibt es noch?

Einige der oben dargebotenen Links bieten einen ersten Einstieg und Einblick in diese Themen fuer Interessierte.